So beeinflusst die Pixeldichte die Darstellung eines Displays

Die Schärfe eines Displays hängt auch von der Pixeldichte ab. Wir erklären, wie sie sich bei Smartphone und Monitor unterscheidet.

Sie haben sich an die hochauflösende Darstellung Ihres Smartphones oder Tablets gewöhnt. Im Vergleich dazu erscheint Ihnen die Anzeige Ihres Monitors als grob und unscharf. Nun wollen Sie wissen, woran das liegt.

Der Grund für die Darstellungsunterschiede liegt unter anderem an der Pixeldichte. Sie beschreibt den Abstand der Pixel und wird in ppi (Pixel per Inch, Bildpunkte pro Zoll) angegeben. Bleibt die Displaygröße unverändert, steigt das Auflösungsvermögen, je geringer dieser Abstand ist.

Pixeldichte bei Mobilgeräten: Bei Displays in Smartphones und Tablets sind Pixeldichten von 300 ppi keine Seltenheit. Viele Spitzenmodelle übertreffen diesen Wert deutlich – wie etwa das LG Nexus P6 mit rund 515 ppi. Die Folge: Die Auflösung ist so fein, dass Sie selbst bei sehr geringem Betrachtungsabstand keine gezackten Diagonallinien oder Pixelrauschen erkennen können. Vielmehr sind Bild- und Textinhalte gestochen scharf.

Pixeldichte: So scharf ist Ihr Smartphone-Display wirklich

Pixeldichte bei Desktop-Monitoren: Im Gegensatz zu Mobilgeräten hatten die meisten Computerdisplays bisher eine Pixeldichte von bis zu 96 ppi. Der Grund: Sie entspricht der Anzeigedichte von 96 dpi (Dots per Inch, Punkte pro Zoll), die standardmäßig in der Desktopoberfläche von Windows verwendet wird. Größere Displays und höhere Auflösungen führen hier zu einer größeren Menge an gleichzeitig anzeigbaren Informationen. Die Symbole und Texte werden jedoch nie so klein angezeigt, dass sie nicht mehr erkennbar sind.

Pixeldichte bei Ultra-HD-Monitoren: Bei Bildschirmen mit 3840 x 2160 Pixel Auflösung steigt auch die Pixeldichte an. So erreichen die Schirme Werte von 140 ppi oder sogar darüber. Die Folge: Auf der Bildschirmfläche lassen sich mehr Inhalte gleichzeitig anzeigen. Allerdings kann die Anzeige so klein sein, dass Symbole und Texte nicht mehr erkennbar sind. Dann müssen Sie die Skalierungsfunktion unter Windows verwenden, um sie wieder lesbar zu machen. Das geht zu Lasten der Bildschirmfläche. Doch selbst dann gewinnt die Darstellung von Texten und Bildern am Schirm.

Anzeige unter Windows verändern: Die Skalierungsfunktion erreichen Sie bei Windows 7, indem Sie mit einem Rechtsklick auf den Desktop die „Bildschirmauflösung“ öffnen. Klicken Sie auf „Text und weitere Elemente vergrößern und verkleinern“. Unter Windows 10 führt Sie der Rechtsklick auf den Desktop zu „Anzeigeeinstellungen“. Unter „Erweiterte Anzeigeeinstellungen“ und „Erweiterte Größenänderung für Text und andere Elemente“ nehmen Sie die Anpassung vor. In der Regel werden sie erst nach einem Neustart wirksam.

Betrachtungsabstand und Displaygröße: Je höher die Pixeldichte, desto geringer darf der Abstand der Augen zum Schirm sein, ohne dass diese ein Pixelraster wahrnehmen. Daneben spielt hier die Displaygröße eine wichtige Rolle. Steigt sie an, nimmt die Pixeldichte ab, weil der Betrachter weiter weg sitzt. So können Sie bei einem Smartphone mit gut 300 ppi Pixeldichte bereits bei 26 Zentimetern Abstand kein Raster mehr erkennen, während das bei einem UHD-Monitor mit 50 Zentimeter Bildschirmdiagonale selbst bei einer Pixeldichte von 200 ppi erst bei 38 Zentimetern der Fall ist.

 

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