Gimmick-Fotolinsen am iPhone nutzen

Yps, früher Kinderzeitschrift, jetzt „Kult-Magazin für Erwachsene“, legt der neuen Zielgruppe entsprechend praktische Gimmicks bei, etwa Fotolinsen fürs Smartphone. Ich habe mir diesen Gimmick einmal angeschaut.

Das ist beim Gimmick Nr. 1274 alles mit dabei: Das Set besteht aus vier Teilen – der Klemme und drei Linsen. Die Fotolinsen sind aus Plastik und sollen sich für Makro-, Fisheye- und Weitwinkel-Aufnahmen eignen. Ein Transportbeutel fehlt, so kann man die Linsen natürlich schnell verlieren.

Gimmick 1274: Fotolinsen-Set für Smartphones

Makro-Linse lädt zum Experimentieren ein

Klar, das Fotolinsen-Set ist billiger Plastikkram. Also 6,90 Euro für das Yps-Heft in den Sand gesetzt? Nein. Denn allein die Makro-Linse rechtfertigt diesen Spontankauf, denn es macht wirklich Spaß, mit der Makro-Linse ans iPhone geklippt kleine Welten zu entdecken.

Blumenaufnahme mit dem iPhone
Blumenaufnahme mit dem iPhone - jetzt mit der angeklemmten Makro-Linse

Die Makro-Linse wird auf die mitgelieferte Klemme gesteckt. Die Klemme selber verrutscht leicht, da sie keine Gummierung hat. Mit Doppelklebeband kann man sich aber schnell einen Anti-Rutsch-Schutz basteln. Ach ja: Eine Handy-Hülle muss man vorher entfernen, sonst passt das Objektiv nicht.

Fliese, fotografiert mit dem iPhone
Fliese, jetzt aufgenommen mit der Yps-Makro-Linse

Bei den Makro-Aufnahmen stört es mich nicht, dass die Plastiklinse die eher mäßige Bildqualität eines Flaschenbodens liefert. Denn gerade das macht den Charme der Bilder aus, die so entstehen: Unscharfe Ränder und leicht verzerrte Optik. Aber die Bildmitte bildet das Objektiv recht scharf ab – eine Art Lomografie für Makro-Fotografen.

Noch ein paar Makrobeispiele
Noch ein paar Makrobeispiele
Noch ein paar Makrobeispiele

Nicht überzeugend: Die Linsen für Fisheye und Weitwinkel

Völlig unbrauchbar dagegen ist die Weitwinkel-Linse, und trotz nettem Effekt begeistert mich auch die Fisheye-Linse nur wenig, denn das Gehäuse der Linse deckt das Bild stark ab. Wie die Makro-Linse wird auch die Fisheye-Linse  auf die mitgelieferte Klemme gesteckt. Wer die Weitwinkel-Linse verwenden möchte, steckt diese dann auf die Makro-Linse.

Umgebungsaufnahme, fotografiert mit dem iPhone
Umgebungsaufnahme, fotografiert mit dem iPhone plus Fisheye-Linse

Das große Problem beim Fisheye und dem Weitwinkel ist, dass das Gehäuse der beiden Linsen doch sehr deutlich in das Bild ragt und sich so der darstellbare Bereich arg verringert. Das ist besonders beim Fisheye schade. Denn dieser Effekt ist wirklich klasse, und die Plastiklinse setzt dies eigentlich auch ganz ordentlich in Szene.

Dagegen kann man sich die Weitwinkel-Linse schenken, die man auf die Makro-Linse aufstecken muss. Denn der Weitwinkel-Effekt ist ohnehin nur gering.

Umgebungsaufnahme, fotografiert mit dem iPhone plus Weitwinkel-Linse

Wer natürlich Wert legt auf möglichst geringe chromatische Aberration, wenig Randabdunklung, keine Verzerrung und eine durchgängig hohe Auflösung auch an den Randbereichen, der sollte die Finger von diesem Gimmick lassen. Denn so jemand würde entweder gar nicht mit dem Smartphone fotografieren oder zumindest das deutlich teurere, dafür auch deutlich hochwertigere Olloclip verwenden.

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