Harmlos erscheinende Gefahren im Netz

GEFAHREN IM NETZ, DIE HARMLOS SCHEINEN

  1. «Lustige Tests und Quiz auf Facebook sind harmlos»
    Vordergründig dienen die witzigen Mitmach-Spiele in den sozialen Medien zur Unterhaltung. Tatsächlich aber werden damit wertvolle Nutzerdaten generiert, die zur gezielten Werbung und vor allem für Phishing eingesetzt werden können. Gerade weil man bei solchen Tests viele persönliche Angaben macht, erhalten die Urheber der Spiele viele relevante Informationen und Zugriff auf Freundeslisten.
  2. «Meine Daten interessieren doch niemanden»
    Wer es mit dem Schutz seiner Daten nicht so genau nimmt, sagt schnell einmal: «Ich habe ja nichts zu verbergen.» Dabei geht oft vergessen, dass sich Hacker nicht nur für Daten interessieren. Vor allem geht es ihnen um Tarnung und schliesslich Geld. Dank gestohlener Passwörter können sie ganze Identitäten von Nutzern übernehmen und deren Computer dazu missbrauchen, Angriffe zu starten oder Spam-Mails zu verschicken.
  3. «Sichere Passwörter sind zu anstrengend»
    Statt immer dasselbe oder sehr simple Passwörter zu verwenden, sollte man variieren und möglichst komplexe Codes verwenden. Doch kaum jemand kann sich Dutzende komplizierte Passwörter merken. Deshalb hilft ein Passwort-Manager, der sich alle Logins merkt, starke Passwörter generiert und sich auf verschiedenen Geräten verschlüsselt synchronisiert.
  4. «Phishing-Mails kommen plump daher und sind gut erkennbar»
    Nicht alle Betrüger-Mails sind in gebrochenem Deutsch oder Englisch und voller Rechtschreibfehler. Man sollte bei E-Mails wachsam bleiben, die einen Anreiz oder eine Drohung beinhalten und zeitlichen Druck aufbauen. Professionelle Dienste fordern nie zur Preisgabe persönlicher Daten auf. Wichtig: PDF-, Word- und Excel-Anhänge können Schadsoftware beinhalten, daher Daten nur von bekannten Personen öffnen oder auch bei bekannten Absendern nachfragen.
  5. «Apple-Computer sind sicher»
    Auch wer einen Mac hat, sollte sich um die Sicherheit seines Computers kümmern. Seitdem die Verbreitung des Apple-Betriebssystems enorm zugenommen hat, gerät auch dieses immer stärker in den Fokus der Hacker.